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Programme, Projekte und Perspektiven in NRW

Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit

(Heft 4/2017)
Von den 675.903 im Oktober 2017 arbeitslos gemeldeten Menschen in Nord­rhein-Westfalen waren 286.078 Menschen in NRW länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet und gelten damit als langzeitarbeitslos. Rund die Hälfte von ihnen ist schon länger als 30 Monate im Leistungsbezug.1 Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit sinken die Chancen auf eine Integration in den Arbeitsmarkt.

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Interview mit Dr. Frank Bauer vom IAB und Dr. Philipp Fuchs vom ISG

„Jetzt geht es um eine Institutionalisierung der Erkenntnisse auf der Bundesebene“

(Heft 4/2017)
Die Landesregierung NRW fördert seit dem Jahr 2013 Projekte im Bereich „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ (ÖgB). Durch die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen verbunden mit Coaching und arbeitsmarktnaher Qualifizierung soll die berufliche Integration von Menschen mit mehreren Vermittlungshemmnissen ermöglicht werden. Dr. Frank Bauer vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Dr. Philipp Fuchs vom Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) haben die Projekte des Landesprogramms „ÖgB NRW“ evaluiert. Wir sprachen mit ihnen über die festgestellten Wirkungen und Effekte.

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Das Programm „Öffentlich geförderte Beschäftigung NRW“ am Beispiel Essen und Neuss

Mit „dosierter Überforderung“ in Richtung erster Arbeitsmarkt

(Heft 4/2017)
Seit 2012 existiert in NRW das Programm „Öffentlich geförderte Beschäftigung NRW“ (ÖgB). Finanziert aus Mitteln der Jobcenter, des Landes NRW (ESF-Mittel), der Kommunen und der Träger (Arbeitgeber) ist es mit dem Programm nicht nur möglich, langzeitarbeitslose Menschen für 24 Monate in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zu bringen, sie werden parallel durch Coaching und Qualifizierung auch für eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht. Rund 125 Projekte mit etwa 2.700 Teilnehmerplätzen in gemeinnützigen und öffentlichen Betrieben wurden seit der Modellförderphase 2012 – 2015 bisher gefördert. Zwei aktuelle, sehr unterschiedliche Projekte in Essen und im Rhein-Kreis Neuss haben wir besucht.

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Flankierende Landesförderung des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt” in Köln und Unna kreativ umgesetzt

Im Interesse des Gemeinwohls und aller Einzelnen

(Heft 4/2017)
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt mit dem Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ bundesweit langzeitarbeitslose Menschen durch öffentlich geförderte Beschäftigung und konzentriert sich dabei auf zwei Gruppen: Ein Förderschwerpunkt liegt auf Leistungsberechtigten, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen. Eine weitere Zielgruppe sind Bedarfsgemeinschaften mit Kindern.

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„Service Center lokale Arbeit“ in Dortmund

Modellprojekt zur Integration langzeitarbeitsloser Menschen

(Heft 4/2017)
Das Modellprojekt „Service Center lokale Arbeit“ in Dortmund soll langzeitarbeitslose Menschen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermitteln. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit rund 5,5 Millionen Euro unterstützt. Den Förderbescheid hatte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann im September 2017 persönlich an die Dortmunder Sozialdezernentin Birgit Zoerner übergeben. Das Besondere am Dortmunder Projekt: Langzeitarbeitslose Menschen arbeiten hier in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts. Die Vergabe öffentlicher Aufträge dient dabei als Instrument.

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Jugend und Beruf[mehr]

Düsseldorfer Potenzialanalyse der Vielfalt

Die Potenzialanalyse ist für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Auftakt zu ihrer persönlichen Berufs- und Studienorientierung im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss. Übergang Schule – Beruf in NRW“ (KAoA). Die Kommunale Koordinierungsstelle Düsseldorf hatte dazu bereits 2014, in enger Abstimmung mit Akteuren im KAoA-Netzwerk, die „Düsseldorfer Potenzialanalyse“ entwickelt – ein bewährtes Instrument, das den Jugendlichen durch handlungsorientierte Übungen und einen Berufsinteressenfragebogen die Auseinandersetzung mit eigenen Kompetenzen ermöglicht.
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Wege in Arbeit[mehr]

„Kleines Rathaus“ in einer Flüchtlingsunterkunft

Die Stadt Mülheim an der Ruhr ist eine von zwölf Modellkommunen in dem Landesprogramm „Einwanderung gestalten NRW“. Sie geht insofern einen Sonderweg, als sie auf einen Integration Point verzichtet, dafür aber direkt in der kommunalen Erstaufnahmestelle ein sogenanntes „Kleines Rathaus“ eingerichtet hat, in dem alle relevanten, lokalen Behörden zusammenarbeiten. Hier erproben die Beteiligten im Rahmen des Landesprogramms entlang integrierter Dienstleistungsketten rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit zur Bewältigung der Integration von Geflüchteten in der Praxis. Ziel ist es, ein effektives Einwanderungsmanagement als Regelstruktur für die gesamte Stadt zu etablieren.
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Beschäftigungsfähigkeit[mehr]

Digitaler Umbruch in der Werbebranche – ein wenig Rouge auflegen reicht nicht

Wer als Unternehmen im Wettbewerb gut aussehen will, benötigt im Internet-Zeitalter modernstes digitales Marketing. Werbeagenturen wie die Düsseldorfer HWL müssen angesichts der digitalen Revolution darum kämpfen, sich am Markt zu behaupten. Hilfe leistet die Potentialberatung des Landesarbeitsministeriums NRW.
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Themenübergreifend[mehr]

„Planspiele ermöglichen gleich mehrfachen Kompetenzgewinn“

Sind Planspiele realitätsferne „Politik im Sandkasten“ oder eine innovative und erfolgreiche Lehr- und Lernmethode? Welchen Nutzen haben Planspiele für ihre Teilnehmer? Prof. Dr. Stefan Rappenglück von der Hochschule für angewandte Wissenschaften München integriert politische Simulationen seit vielen Jahren in den Studienalltag. In unserem Interview beschreibt er die Vorzüge und Grenzen von Planspielen, schildert ihren Verlauf und gibt einen Ausblick auf Planspiele der Zukunft in der veränderten digitalisierten Welt.
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